Was wird eigentlich gespielt?

Liebe Leserinnen und Leser, eigentlich möchte ich am liebsten nur positive Dinge hier aufzeigen, aber es ist unumgänglich, dass diese Hintergründe verstanden sind, wenn man das jetzige Weltgeschehen begreifen und realistisch einschätzen will. Und darum richte ich den Blick nun auf die Schattenseite:

Seit Anfang des Jahrhunderts sind die Vereinigten Staaten von Amerika auf dem Vormarsch – sprich sie haben die meisten Häuschen auf dem Monopoly-Spielfeld. Es ist ein stiller Krieg mit leisen Waffen. Die wirksamste Waffen, die sie haben und in der Vergangenheit mit ungeheurer Dreistigkeit eingesetzt haben ist die Verschuldung. Der größte Teil der Südhalbkugel ist nach und nach dem Einfluss dieser gigantischen Interessengemeinschaft erlegen. Wenn ich nun von den Vereinigten Staaten spreche, meine ich nicht die US amerikanische Bevölkerung und auch nicht die Regierung. Es ist vielmehr eine Machtelite, die auf den Säulen Großkonzerne, internationale Banken und eingeweihte Regierungen steht. Dabei gibt es Mitglieder dieser Machtelite auch außerhalb der Vereinigten Staaten. Es geht allerdings von dort der größte Einfluss aus. Ich beziehe mich nun auf das, was John Perkins in dem amerikanischen Bestseller “Bekenntnisse eines Economic Hitman” beschreibt, ein bei uns relativ unbekanntes Buch, aber sehr aufschlussreich. Er hat von 1970 bis 1982 für das amerikanische Unternehmen MAIN gearbeitet und in dessen Auftrag viel zu optimistische Wachstumsprognosen erstellt, die letztlich dazu geführt haben, dass den Staaten völlig überdimensionierte Wirtschaftsprojekte z.B. Infrastrukturaufbau verkauft wurden. In den folgenden Jahren traten dann die Prognosen bei weitem nicht ein, sodass die ausstehenden Kredite nicht wie vorgesehen zurückbezahlt werden konnten und der Weg frei war andere Gefälligkeiten von den verschuldeten Staaten zu fordern, beispielsweise Rohstoffe, aber auch Stimmen in der Uno. In Einzelfällen konnten sich starke Persönlichkeiten zunächst diesem Spiel widersetzen, z.B. Torrijos (Panama) und Roldós (Ecuador). Beide kamen einige Zeit später in Unfällen ums Leben. Perkins spricht in seinem Buch in diesem Zusammenhang offen über die zweite Eskalationstufe, in dem so genannte Schakale die Widersacher gezielt ausschalten, also ermorden. Falls dies auch nicht funktioniert, so wird versucht die Kontrolle mittels Krieg zu erlangen. In diesem Zusammenhang nennt er die Invasion in Panama und im Irak. Perkins konnte natürlich nicht einfach so aussteigen. Dies wurde ihm auch zu Beginn seiner Ausbildung so klar gesagt. Als er es dennoch 1982 aufgrund schwerer Gewissensbisse versuchte, wurde er und seine Familie bedroht. Unter Fortzahlung seines millionenschweren Jahresgehalts einigte man sich dann auf Schweigen. Nach 30 Jahren brach er es dann aber doch mit diesem Buch, das 2004 erstmals erschien.

Ich bitte die kritischen Leserinnen und Leser selbst in dieser Richtung zu recherchieren, sofern hieran Zweifel bestehen. Und vor allem möchte ich dazu ermuntern, die militärischen Interventionen des Vergangenen Jahrzehnts unter einem anderen Licht zu betrachten, nämlich: Cui bono – wem nützt es? Und nicht zu vergessen die seit vielen Jahren andauernden Anschuldigungen des Irans, die gerade in jüngster Zeit wieder aufgeflammt sind: Er hätte bald Atomwaffen und würde Israel angreifen wollen. Wer erinnert sich noch an die so gefürchteten Massenvernichtungswaffen, die nie gefunden wurden? Kommt einem doch irgendwie bekannt vor…

Zuvor hatte ich die wirksamste Waffe die Verschuldung genannt. Auch vor diesem Hintergrund möchte ich auf die Eurokrise hinweisen und die damit verbundene Abhängigkeit, die uns droht. Der Euro Rettungsschirm hat einen wahren Namen, den er schützt uns, wie der Regenschirm vor Regen, vor der Rettung: Der ESM und seine Mitarbeiter genießen absolute Immunität. Niemand darf sie verklagen – aber der ESM darf säumige Länder verklagen. Jeder Abruf von neuen Geldforderungen seitens des ESM müssen die Mitgliedsländer innerhalb sieben Tage nachkommen. Es gibt keine Einspruchsmöglichkeit und keine Möglichkeit, die Mitgliedschaft zu kündigen.

 

In dem folgenden Video spricht einer der wenigen Gegner des ESM Vertrages. Ich finde am Rande bemerkt interessant, was für eine unterschwellige Gruppendynamik unter den Befürwortern bemerkbar ist.

Dr. Peter Gauweiler CDU/CSU zum Fiskalvertrag und ESM-Vertrag 29.06.2012

 

Wer sich für das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten interessiert kann das in einer guten Übersicht hier finden: www.abgeordneten-check.de

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